Domblatt

Die Vereinspublikation des ZDV

1842, im Gründungsjahr des ZDV, beschloss der Vereinsvorstand die Herausgabe einer Vereinspublikation. Sie sollte die Arbeit des ZDV und die Verwendung der Spenden und Beiträge dokumentieren sowie die Arbeiten am Dom und seine historischen Aspekte darstellen.

Die erste Nummer des „Jahrbuchs“ trägt das Datum vom 3. Juli 1842. Der Verleger Joseph DuMont, selbst Mitglied im Verein, ließ das Vereinsblatt kostenlos drucken und jeweils sonntags seiner "Kölnischen Zeitung" beilegen.

Der Umfang der ZDV-Vereinszeitung nahm anfangs kontinuierlich zu. Seit 1845 erschien das Blatt monatlich, seit den 1870er Jahren jedoch wieder seltener bis zu einer vorläufig letzten Ausgabe 1892 (siehe auch "Geschichte"). Nach einer längeren Domblatt-Pause (1893 bis 1947) wird das heute um die 300 Seiten starke Werk seit 1948 einmal pro Jahr herausgegeben und den Mitgliedern des Vereins kostenlos zugeschickt. Es ist auch beim Verlag Kölner Dom erhältlich.

Das Domblatt als E-Magazin

Ab Dezember 2018 gibt es das Domblatt für Mitglieder des ZDV - alternativ - auch als E-Magazin. Um Zugriff hierauf zu erhalten, melden Sie dich bitte nachstehend mit Ihren Zugangsdaten, die Sie mit Ihren Mitgliedsunterlagen erhalten, an:

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Domblatt 2018

Pünktlich vor Weihnachten ist im Verlag Kölner Dom die 83. Folge des Kölner Domblattes, des Jahrbuches des Zentral-Dombau-Vereins (ZDV), erschienen.

Am Beginn des Jahrbuches steht der Dombaubericht von Dombaumeister Peter Füssenich. Für die Kölner Dombauhütte war das Jahr 2018 ein besonderes, da die Deutsche UNESCO-Kommission im März bekannt gab, dass das Bauhüttenwesen in das nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Dies ist für die europäischen Dom- und Münsterbauhütten ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Anerkennung als Immateriellem Kulturerbe der Menschheit. Der Schwerpunkt der Arbeiten der Dombauhütte lag im Jahr 2018 – wie bereits im Vorjahr – auf den Restaurierungsarbeiten am Michaelportal, an der Nordwestecke des Nordturmes, an der Südquerhausfassade, an den Chorobergadenfenstern und am spätmittelalterlichen Christusfenster. Die Restaurierung der im vergangenen Jahr entfalteten Bayernfensterkartons in der Papierrestaurierungswerkstatt von Dirk Ferlmann ist vorangeschritten.

Auf den Dombaubericht folgen sieben große und drei kleine Aufsätze zu verschiedenen Themen rund um den Dom. Der ehemalige Leiter des Dombauarchivs Rolf Lauer stellt seine Überlegungen zu den Standorten des Gerokreuzes im karolingischen und gotischen Dom vor und führt weitere Argumente für eine Identifizierung des Kreuzes mit dem von Erzbischof Gero gestifteten Kreuz an. Ulrike Bergmann und Esther von Plehwe-Leisen arbeiten heraus, dass der Baumberger Sandstein im mittelalterlichen Köln ein geradezu exklusiv am Dom genutztes Material für Skulpturen war, während für Bildhauerarbeiten an anderen Kirchen und an städtischen Gebäuden eher Trachyt und Eifeltuff gewählt wurde. Der Uhrmacher und Restaurator Christian Schnurbus stellt die im Frühjahr von ihm restaurierte Mannhardt’sche Domuhr und ihre Vorläufer im Dom vor. Unter anderem kann er mit einer spektakulären Wiederentdeckung wesentlicher Elemente der Vorgängeruhr des 18. Jahrhunderts aufwarten, die sich in den Depots der Dombauhütte erhalten haben. Li Xuetao, Professor an der Fremdsprachenuniversität Peking, stellt die Stadt Köln und den Dom aus der Sicht reisender Gelehrter der späten Qingzeit (1842–1911) vor und wirft somit aus einer anderen Perspektive einen Blick auf die Stadt und ihr Wahrzeichen. Die Aufsätze von Thomas Schumacher, Barbara Schock-Werner und Matthias Deml stehen schließlich in Zusammenhang mit dem 100sten Jahrestag des Endes des Ersten Weltkrieges. Sie beleuchten die Tätigkeit, den Kunstschutz und die Erinnerungskultur der Dombauhütte während des Krieges, der als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts gilt. In den kleinen Beiträgen geht Johannes Bulitta der Begegnung Goethes mit einem am Dreikönigenschrein angerührten Dreikönigenzettel und Judith Breuer der wechselvollen Geschichte des Kölner Heinzelmännchenbrunnens nach. Die wissenschaftlichen Beiträge werden von einem Restaurierungsbericht abgeschlossen. Anke Blickwedel-Smith und Max Plassmann stellen die konservierenden Maßnahmen an den Protokollen des vormodernen Domkapitels im Historischen Archiv der Stadt Köln vor. Die Restaurierung der beim Einsturz des Stadtarchives 2009 geschädigten Akten war vom Kölner Metropolitankapitel gefördert worden.

Auf die wissenschaftlichen Beiträge folgen die Berichte zur Tätigkeit des ZDV sowie zu Ereignissen und Jubiläen am Dom und in der Dombauhütte. Das vergangene Jahr war ereignisreich. Erinnert sei an den Tod von Weihbischof Manfred Melzer, an die Bewegtbild-Lichtinstallation Dona nobis pacem oder die Ausstellung zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges vor hundert Jahren. Für den ZDV brachte das Jahr 2018 die Erhöhung der Mitgliederzahl auf über 17.500 und den Wechsel im Amt des Präsidenten. Nach 14-jähriger Wirksamkeit an der Spitze des Zentral-Dombau-Vereins (ZDV) hat sich der 13. Präsident, Michael H. G. Hoffmann am 10. Oktober 2018 aus seinem Amt verabschiedet. Als sein Nachfolger wurde Landrat Michael Kreuzberg durch den Gesamtvorstand zum 14. Präsidenten gewählt. Michael H. G. Hoffmann wurde zum Dank für seine großartige Arbeit zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Matthias Deml

1948-1949

1842-1892

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